21.06.2021

Bevölkerungszahl in Deutschland sinkt

Bevölkerungszahl Deutschland
© Moses Mendelssohn Institut GmbH 2021

Für das Jahr 2020 meldet das Statistische Bundesamt einen Rückgang der Bevölkerung in Deutschland um 12.000 Personen. Grund dafür seien zum einen coronabedingte Verminderungen der Zuwanderungen und zum anderen der Sterbeüberschuss. So steht auch diese Entwicklung im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel.

Die Bevölkerung der über 80-Jährigen ist weiter angestiegen um 255.000 Personen, während die Altersgruppe von 20 bis unter 60 Jahren um -0,4% weiter geschrumpft ist. Daraus resultiert eine weitere Erhöhung des Durchschnittsalters auf 44,6 Jahre.

Am stärksten ist der Bevölkerungsrückgang in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen zu erkennen. In beiden Bundesländern hat sich die Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr (2019) um -0,6% verringert. Im Gegensatz dazu wird in Brandenburg sogar ein Wachstum festgestellt, welches mit rund 0,4% von allen Bundesländern am höchsten ist. Insgesamt ergibt sich ein Bild, in dem der Osten Deutschlands mehr vom Bevölkerungsrückgang betroffen ist als der Westen. Ebenso ist der Anteil der älteren Personengruppe dort höher als in den westlichen Bundesländern.

Diese Entwicklung fordert Handlungen im Bereich des Seniorenwohnens. Die immer älter werdende Bevölkerung muss mit ausreichend Wohnraum versorgt werden, der den Anforderungen dieser Altersgruppe entspricht. Der Prokurist des Moses Mendelssohn Institutes Dr. Eike C. Winkler äußert sich: „Die Schaffung von Wohnraum, der sich an den besondere Bedürfnissen älterer Menschen orientiert, stellt eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre dar. Trotz regionaler Unterschiede ist grundlegend bundesweit ein erheblicher Bedarf zu erkennen. Hierbei gilt es unter anderem die verschiedenen finanziellen Möglichkeiten, aber auch die unterschiedlichen Unterstützungsbedarfe zu berücksichtigen“.