Jüdisches Kulturerbe

Gemeinsam mit der Moses Mendelssohn Stiftung und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen wollen wir einen Beitrag leisten, um das reichhaltige kulturelle Erbe des deutschsprachigen Judentums zu Erkennen, zu Erfassen und zu Bewahren.

Der Begriff »Kulturerbe« bezieht sich dabei nicht nur auf Bestände in Archiven, Bibliotheken und Museen, sondern auch auf private Nachlässe, immobile Zeugnisse sowie tradierte Überlieferungen, die von dem wechselseitigen Einfluss von säkularer Bildung und religiösen Traditionen erzählen. Eine Verbindung mit konkreten Orten und Immobilien ergibt sich in vielen Fällen, ist aber kein zwingendes Kriterium. Vielmehr geht es darum einen auf lange Sicht hin nachhaltigen Umgang mit dem erworbenen Wissen zu sichern. Damit soll ein stärkeres Bewusstsein für das deutsch-jüdische Kulturerbe geschaffen werden, um nachfolgenden Generationen einen einfachen Zugang zu vielfältigen Informationsquellen zu ermöglichen.

Jüdische Friedhöfe sind heute oftmals die letzten sichtbaren Zeugnisse einst blühender jüdischer Gemeinden. Zusammen mit dem Fraunhofer Institut IPK, der Muster Fabrik Berlin und weiteren Partnern wollen wir mobile Werkzeuge zur "Wiederlesbarmachung" entwickeln.
Neuartige Digitalisierungs- und Rekonstruktionstechnologien

MoGraLes

Leben und Lernen am historischen Ort
Leben und Lernen am historischen Ort

Else Ury Campus / Gleis 17

Am ehemaligen Hannoverschen Bahnhof, nur wenige Meter von der Hamburger Altstadt entfernt, wurden in der NS-Zeit die Züge für die Verschleppung vor allem jüdischer Hamburgerinnen und Hamburger "abgefertigt". Vielfach wurden sie von hier "in den Tod geschickt". Wie kann in einem rasant wachsenden Neubaugebiet der Geschichte des Ortes sowie der Opfer angemessen gedacht werden?
Gestaltung eines Gedenkortes und Jugendbeteiligung

Ehemaliger Hannoverscher Bahnhof in Hamburg