130 Jahre später: Jubiläumsabend erinnert an die Geschichte der Samsonschule
Ausführliche Informationen zum Jubiläumsabend, zur Geschichte des Gebäudes und zu den Jüdischen Kulturtagen enthält unsere aktuelle Pressemitteilung:
Pressemitteilung „130 Jahre Samsonschule: Jubiläumsabend verbindet Geschichte und Gegenwart“ (PDF)
Ein Haus und seine 130-jährige Geschichte
Auf den Tag genau 130 Jahre nach der feierlichen Einweihung des Neubaus am Neuen Weg stand am 3. September 2026 die Geschichte der Samsonschule selbst im Mittelpunkt. Mehr als 100 Gäste kamen dazu in den Emil Berliner Saal.
In seinem Festvortrag „130 Jahre Samsonschule am Neuen Weg. Zur Bau- und Nutzungsgeschichte eines Wolfenbütteler Schulgebäudes“ nahm Dr. Stefan Brauckmann historische Pläne, Fotografien und Quellen zum Ausgangspunkt für einen Blick auf das Gebäude und seine wechselnden Nutzungen. Dabei ging es um die Standortentscheidung für den Neubau von 1896, die damalige Ausstattung von Schule und Internat, das Leben und Arbeiten im Haus und schließlich um den Weg zur heutigen Nutzung.
Dr. Elke-Vera Kotowski begrüßte die Gäste und führte durch den Abend. Den historischen Rückblick rahmten Mezzosopranistin Dagmar Barth-Weingarten und Pianistin Hisae Otsuka-Stroh mit drei musikalischen Akzenten: „Auf Flügeln des Gesanges“, „Irgendwo auf der Welt“ und „I Got Rhythm“. Anschließend klang der Abend bei einem zwanglosen Umtrunk aus.
Heute verbindet die ehemalige Samsonschule am Leopold-Zunz-Platz einen Lern- und Gedenkort zur Geschichte der Samsonschule und des deutsch-jüdischen Lebens mit einem Wohnheim für Studierende und Auszubildende. Damit wird in dem 1896 eröffneten Gebäude 130 Jahre später wieder gelebt und gelernt.
Der Jubiläumsabend war Teil der Jüdischen Kulturtage zwischen Harz und Heide 2026. Unter dem Jahresthema „gemeinsam jüdisch. einst und heute“ finden von Mitte August bis Ende September an verschiedenen Orten der Region Veranstaltungen zu jüdischer Geschichte, Kultur und Gegenwart statt.