10 Jahre Moses Mendelssohn Institut
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MMIAm 1. Juli 2016 begann das erste Geschäftshalbjahr der Moses Mendelssohn Institut GmbH. Zehn Jahre später blickt das Institut auf zahlreiche Projekte der immobilienwirtschaftlichen Markt- und Standortforschung sowie zum jüdischen Kulturerbe zurück.
Die Wurzeln der Immobilienforschung reichen dabei weiter zurück. Bereits 2011 baute Dr. Stefan Brauckmann innerhalb der GBI AG den Bereich Research & Analyse auf. Bis zur Gründung des Moses Mendelssohn Instituts war daraus eine Abteilung mit zwölf Mitarbeitenden entstanden. Die dort aufgebauten Forschungsaktivitäten, laufenden Aufträge und Arbeitsstrukturen wurden im Zuge des Aufbaus des MMI unter dem Dach des neuen Instituts fortgeführt.
Einer der ersten Aufträge des MMI war die Hotelbedarfsanalyse für Bremerhaven. In den folgenden Jahren wurde das Spektrum der immobilienwirtschaftlichen Forschung erweitert. Einen Schwerpunkt bilden Markt- und Standortanalysen für Wohn- und Betreiberimmobilien. Hinzu kamen unter anderem Untersuchungen zum geförderten Wohnen und zur Umsetzung von Förderprogrammen auf kommunaler Ebene, zum Jungen Wohnen und zu betreuten Wohnformen. Eigene Datenbestände und Analyseinstrumente ergänzten zunehmend die klassische Markt- und Standortforschung.
„Markt- und Standortanalysen waren von Beginn an ein Kern unserer Arbeit. Dabei geht es nicht nur darum, Daten zusammenzutragen, sondern daraus eine belastbare Einschätzung für einen konkreten Standort und eine konkrete Nutzung abzuleiten“, sagt Dr. Stefan Brauckmann.
Von Beginn an war das Institut eng mit der Moses Mendelssohn Stiftung verbunden. Prof. Dr. Julius H. Schoeps und Dr. Manfred Felix Schoeps begleiteten Aufbau und Entwicklung des Instituts. Mit der Aufnahme von Dr. Elke-Vera Kotowski in die Geschäftsführung wurde die Zusammenarbeit mit der Stiftung intensiviert und zugleich die Beschäftigung mit dem jüdischen Kulturerbe als weiterer Forschungsbereich gestärkt.
Ein besonderes Beispiel hierfür ist die Samsonschule in Wolfenbüttel. Das MMI begleitet das Projekt von der historischen Recherche und Aufarbeitung der Schulgeschichte über den Aufbau einer umfangreichen Personendatenbank bis zur Vermittlungs- und Öffentlichkeitsarbeit für den heutigen Lern- und Gedenkort. Das Projekt verbindet damit historische Forschung mit der Entwicklung und heutigen Nutzung eines denkmalgeschützten Gebäudes.
Auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde im Laufe der vergangenen zehn Jahre als eigener Arbeitsbereich des Instituts aufgebaut. Regelmäßige Untersuchungen etwa zu den Wohnkosten Studierender verbinden eigene immobilienwirtschaftliche Marktforschung mit aktuellen wohnungs- und hochschulpolitischen Fragestellungen und finden bundesweit Resonanz.
Zehn Jahre nach der Gründung bildet die immobilienwirtschaftliche Markt- und Standortanalyse weiterhin einen Schwerpunkt der Arbeit des Moses Mendelssohn Instituts. Dabei verbindet das MMI wissenschaftliche Methoden und eigene Datenbestände mit konkreten Fragestellungen aus Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung. Die Beschäftigung mit dem jüdischen Kulturerbe ergänzt dieses Profil um einen weiteren Forschungsbereich.