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Erstes Vernetzungstreffen zur Gestaltung der ehemaligen Samsonschule Wolfenbüttel
„Die Samsonschule spielt im deutschen Judentum eine zentrale Rolle“, wie Prof. Dr. Julius H. Schoeps Vorsitzender der Moses Mendelssohn Stiftung in seiner Rede beim 1. Vernetzungstreffen unterstrich. Zusammen mit weiteren Beteiligten wird die Stiftung das in Teilen schon seit Jahren leerstehende Gebäude sanieren. Aus dem ehemaligen Internat (zuletzt Moreno-Schule, davor Handwerkskammer) wird ein Wohnheim für etwa 150 Studierende.

Herzstück der Umwandlung wird die neugeschaffene Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche werden. Hier soll ein Ort zur Erinnerung an die ehemalige jüdische Freischule sowie das Judentum in der Region Braunschweig-Wolfenbüttel entstehen. Die multifunktionale Raumgestaltung soll verschiedenen Veranstaltungsformaten genüge leisten und darüber hinaus auch lokalen Initiativen aus dem Spektrum Bildung, Erziehung, Wissenschaft, Forschung und Kunst zur Verfügung stehen.

„Wir wollen einen offenen, lebendigen Raum an einem historischen Ort schaffen, welcher sich als Ergänzung und Erweiterung in die bereits bestehenden Strukturen, wie zum Beispiel dem Israel-Jacobson-Netzwerk, einfügt“, so Dr. Elke-Vera Kotowski von der Moses Mendelssohn Stiftung.

Im Auftrag der Mendelssohn Stiftung organisierte das Moses Mendelssohn Institut ein erstes Vernetzungstreffen in der alten Aula der Samsonschule. Die aktuelle Baustellensituation sowie die Corona-Pandemielage erlaubte leider nur ein kleines Veranstaltungsformat. Die Gäste konnten bei Führungen durch das Gebäude und der anschließenden Präsentation der Projektentwickler Gerrit M. Ernst und Jens Kalkbrenner der NordProject Immobilien einen Eindruck gewinnen, wie das geplante Quartier Samsonschule künftig aussehen soll. „Ziel ist es den gesamten Entwicklungsprozess so transparent wie möglich zu gestalten und gute Ideen frühzeitig einzubinden“, sagt Dr. Stefan Brauckmann vom Moses Mendelssohn Institut.

Während seines Grußwortes betonte der Stadtbaurat von Wolfenbüttel, Ivica Lukanic, die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit der Moses Mendelssohn Stiftung und dem Projektentwickler NordProject.

„Uns liegt dieses Projekt sehr am Herzen und ich freue mich über die positive Resonanz des heutigen ersten Vernetzungstreffens mit den lokalen und regionalen Akteuren. Nun gilt es die vielen Ideen weiterzuentwickeln und die Kontakte in weiteren Gesprächen zu forcieren“, betont der Vorstandsvorsitzende der Moses Mendelssohn Stiftung, Prof. Dr. Schoeps abschließend.