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6. IREBS Ideenpreis für eine alternde Gesellschaft

Dr. Stefan Brauckmann gewinnt den „6. IREBS Ideenpreis für eine alternde Gesellschaft“.

Was passiert, wenn der israelische Historiker Yuval Harari recht behielte und innerhalb weniger Jahre die durchschnittliche Lebenserwartung um Jahrzehnte steigen würde? Dies war die Kernfrage unter dem Motto „Wenn aus Science Fiction Real Estate Facts werden“ des diesjährigen IREBS Ideenpreis. Dieser wurde von Frank Löwentraut (Aaetas Consult GmbH) gestiftet und von der IREBS Immobilienakademie im Kloster Eberbach in Eltville vergeben.

Dr. Stefan Brauckmann vom Moses Mendelssohn Institut hat sich an der Ausschreibung beteiligt und gewonnen. In dem Essay werden vor allem die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen dieses disruptiven Prozesses behandelt. So wird beispielsweise die Skepsis geäußert, dass die regulatorische Anpassungsgeschwindigkeit ausreicht, um größere Krisen zu vermeiden, wenn beispielsweise Versorgungskassen, Lebensversicherungen und ähnliche institutionelle Investoren wegen deutlich längerer Auszahlungsphasen in Schwierigkeiten geraten und massiv Immobilienbestände abbauen müssen. Außerdem wird auf die gleichzeitige Ungleichzeitigkeit technologischer Innovation hingewiesen, also auf lokale, soziale und kulturelle Disparitäten. Am Ende des Essays formieren sich beispielsweise eine Reihe von „Aussteigern“, die sich mit dem Fortschritt beziehungsweise der Geschwindigkeit des Wandels nicht einverstanden zeigen. Gerade solche Gegenbewegungen machen rein naturwissenschaftlich-statistische Zukunftsprognosemodelle so schwierig.

Dr. Brauckmann: „Im Moses Mendelssohn Institut beschäftigen wir uns tagtäglich mit den Auswirkungen gesellschaftlichen Wandels auf die unterschiedlichen Immobilienmärkte. Die Aufgabe des diesjährigen IREBS Ideenpreis sich mit Science Fiction beziehungsweise einer imaginären Zukunft im Jahre 2080 auseinanderzusetzen, hat sehr viel Spaß gemacht. Es freut mich, dass die Jury meinen teils utopisch, teils dystopischen Beitrag so positiv aufgenommen hat“. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Szenario wie in dem Essay beschrieben eintritt, dürfte äußerst gering sein. „Dennoch zeigt es“, so Brauckmann „wie wichtig ist es für eine fundierte Risikobetrachtung ist, möglichst viele Faktoren, die über die eigentliche Immobilie hinausgehen, zu betrachten.“.

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